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Der Gencode der Norwegischen Waldkatze Diese Seite hat nicht den Anspruch eine ausführliche Erklärung zur Katzengenetik zu sein und deshalb werden viele Sachverhalte so einfach wie möglich beschrieben. Viel mehr geht es darum, kurz zu erläutern, was die Gencodes, die man immer wieder auf Züchterseiten lesen kann, zu bedeuten haben. Wir beschränken uns hier auch nur auf die für die Norwegische Waldkatze relevanten Fell- und Farbgene, die jedoch für alle Katzen Gültigkeit haben. Übersicht der Gencodes: Zu bessern Übersicht wurde diese Symbolsprache ins Leben gerufen. Dominate Gene werden immer in Großbuchstaben, rezessive in Kleinbuchstaben dargestellt. Die Großbuchstaben stehen auch immer vor den Kleinbuchstaben
Phänotyp und Genotyp Das was man sieht, wenn man eine Katze betrachtet ist der Phänotyp. Alles was genetisch in der Katze steckt nennt sich Genotyp. Dominate Gene sieht man der Katze immer an! Rezessive Gene sieht man der Katze manchmal an oder sie werden (unsichtbar) getragen. Um herauszufinden, welchen Genotyp die Katze hat (bzw. welche rezessiven Genen sie trägt) reicht evtl. schon das Studium der Stammbäume. Bei Unklarheit kann eine Testverpaarung oder ein Gentest weiterhelfen.
Dominat / Rezessiv - was bedeutet das? Es bedeutet nichts anderes, als das die dominanten Gene über die rezessiven Genen dominieren. Am Beispiel vom Agouti Gen A wird es deutlich (gilt natürlich auch für andere Gene): Bei der Verpaarung von einem Agouti A A Kater mit einer Non-Agouti a a Katze können niemals Katzenkinder fallen die Phänotyp Non-Agouti a sind. Das Agouti Gen A dominiert hier das Non-Agouti Gen a und alle Katzenkinder werden somit A a sein - also Phänotyp Agouti A, Träger für Non-Agouti a
Die Besonderheit des Augouti Gen A und a (Agouti / Non-Agouti) Das Agouti Gen A und a dient sozusagen als Ein- bzw. Aus-Schalter für Tabby Muster und deshalb tragen auch Non-Agouti Katzen immer ein Tabby Gen
Reinerbig (homozygot) / Mischerbig (heterozygot) - Was bedeutet das? Reinerbig: Die Katze hat jeweils von beiden Elternteilen den identische Gencode für ein Merkmal mitbekommen - in unserem u.a. Beispiel A A für Agouti oder a a für Non-Agouti Mischerbig: Die Katze hat jeweils von beiden Elternteilen einen unterschiedlichen Gencode für ein Merkmal mitbekommen - in unserem u.a. Beispiel A a für Agouti trägt Non-Agouti Beispiel:
Die Farbe Rot O eine Extrawurst Rot und seine Verdünnung Creme ist in der Katzengenetik eine ganz besondere Extrawurst! So wird rot geschlechtsgebunden vererbt, denn diese Farbe ist an das X-Chromosomen gebunden. Verpaart man z.B. eine schwarze Katze mit einem roten Kater, dann werden alle weiblichen Katzen Schildpatt und alle männlichen Katzen schwarz. Der Grund dafür ist folgender:
Jetzt wird auch klar, warum es keine Schildpatt Kater geben kann, denn diese Burschen müssten auf jeden Fall XXY haben. Eine Laune der Natur macht es aber dennoch möglich - der Beweis ist unser Kater Topolino. Er kann entweder ein XX von der Mutter und ein Y von Vater oder ein X von der Mutter und ein XY vom Vater geerbt haben. In der Regel sind diese Kater unfruchtbar, Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Oder anders gesagt: Selbst wenn die Mutter ihr rotes X an einen männlichen Nachkommen weitergibt, wäre der Kater trotzdem nicht Schildpatt, denn es fehlt das zweite X, denn Kater sind ja nun mal eigentlich nur XY – der Kater in diesem Fall wäre rot Diese Tabelle mit allen möglichen Kombinationen erleichtert die Beantwortung der Farbfrage :
Die unterschiedliche Darstellung des Gencodes 'Rot' bei Katze und Kater
Die Farbe Weiß W ist auch was besonderes Vorweg sei gesagt, dass die Weißzucht nur in erfahrene Züchterhände gehört, denn es kann eine Menge dabei schief gehen! Trotzdem wird die Thematik hier nur oberflächlich angesprochen. Das Gen W für die Farbe Weiß als Vollpigmentierung ist etwas völlig anderes als das Gen S für Scheckungsweiß. Das Scheckungsweiß Gen ist in seiner Ausprägung nicht berechenbar und zeigt zumindest einen kleinen Teil einer anderen Farbe bei der Katze. Das Gen W ist für komplett weiße Katzen verantwortlich - es ist ein epistatisches Gen, was nichts anderes bedeutet, als das es alle anderen Gene überlagt. Sozusagen wie ein weißes Mäntelchen das über der eigentlichen Farbe der Katze liegt. Deshalb findet man bei rein weißen Katzen in jungen Jahren oft einen farbigen Fleck auf dem Kopf der die eigentliche (die Genetische) Farbe der Katze zeigt und der auch wieder verschwindet. Der Einfachheit halber gehe ich allerdings nicht mehr darauf ein, was es mit der 'Genetischen Farbe' einer rein weißen Katze auf sich hat. Katzen die das Gen W haben zeigen es auf jeden Fall immer im Phänotyp mit einem rein weißen Fell! Das bedeutet, Katzen sind entweder rein weiß oder sie sind es nicht. Das Gen W ist leider neben anderen Faktoren für Taubheit verantwortlich und deshalb kommt es immer wieder vor, dass taube Katzenkinder geboren werden. Rein weiße Zuchtkatzen oder Ausstellungstiere müssen in Deutschland einem Audiometrietest (Hörtest) unterzogen werden. Rein weiße Katzen gelten in Deutschland als Qualzucht und die Verpaarung von 2 Katzen die das Gen W besitzen ist deshalb verboten. Bei der Verpaarung einer Gen W Katze und einer Katze einer anderen Farbe wird in der Regel immer ein Teil rein weiße Katzenkinder geboren.
Fellfarben - Vollfarben/Verdünnung:
Oder eventuell doch so....?
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